Weihnachtsgans – ganz tradtionell mit Thüringer Klößen und Apfelrotkraut

DSC_0105

Zur Weihnachtszeit ist die Gans ein Klassiker auf der Speisekarte. Viele Familien bereiten dieses traditionelle Gericht aber auch zuhause noch selbst zu. Serviert wird die Weihnachtsgans mit Klößen und Rotkraut. Weil Teresa ursprünglich aus Thüringen kommt und auch meine Familie zum Teil thüringische Wurzeln hat, ist das Rezept ein Muss für unseren Blog. Zu unserer Kloßzubereitung haben wir außerdem noch eine kleine (Pannen-)Geschichte zu erzählen… 

Wir haben uns für eine Gänsebrust mit Knochen entschieden, denn das enthält besonders viel Fett und ist damit eine super Grundlage für die Soße. Gleichzeitig trocknet die Gans beim Garen nicht aus. Um unserer Gans ein optimales Aroma unserer Zutaten zu geben, haben wir einen Bratschlauch beim Garen benutzt.


Zutaten

Für die Gans

  • 1 Gänsebrust mit Knochen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Äpfel
  • 1 Bund Beifuß
  • 2 Lorbeerblätter
  • 200 ml Geflügelfond
  • Pfeffer
  • Salz
  • Honig

Für die Soße

  • 1 Pack. Suppengrün
  • 200 ml Geflügelfond
  • 3 EL Rapsöl
  • 2 Lorbeerblätter
  • 200 ML Rotwein
  • Pfeffer
  • Mehl
  • Salz

So wird’s gemacht

Die Gans

  1. Die Gans rundum gut salzen.
  2. Äpfel und Zwiebeln schälen und stückeln bzw. in Scheiben schneiden.
  3. Die Gans auf den Bauch legen und Äpfel, Zwiebeln, Lorbeerblätter, Beifuß auf den Knochen legen.
  4. Mit Pfeffer würzen.
  5. Die Gans mit der Brustseite in den Bratschlauch legen.
  6. 200 ml Fond darüber gießen.
  7. Den Bratschlauch an beiden Enden gut Verschließen.
  8. Bei 180 °C 1 Stunde garen.
  9. Die Gans aus dem Bratschlauch nehmen und wenden.
  10. Mit dem Fett begießen und nochmals 1 Stunde garen.
  11. Die Haut der Gans mit Honig bestreichen und weitere 15 Minuten bei 200 °C garen. (Dadurch wird die Haut leicht süßlich und vor allem knusprig)
  12. Den Vorgang wiederholen.

Die Soße

  1. Das Suppengrün grob stückeln und in einem Topf mit etwas Öl goldbraun anbraten.
  2. Mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen.
  3. Den restlichen Fond hinzugeben und erneut aufkochen lassen.
  4. Lorbeerblätter, den restlichen Wein, die Füllung aus dem Bratschlauch und das Fett mit hinzugeben.
  5. 20 Minuten köcheln lassen.
  6. Durch ein Sieb abgießen.
  7. Falls die Soße Euch zu dünn ist, erneut aufkochen lassen.
  8. Etwas Mehl bei ständigem Rühren einstreuen. (der einfachste Soßenbinderersatz).

Tipp: Ein Schuss Sahne vollendet den Soßentraum perfekt.

Die Beilagen für ein echtes thüringisches Festmahl

Um der Gans das gewisse thüringische Etwas zu verleihen, und weil wir uns das nach dem harten Jahr Arbeit zu Weihnachten verdient haben, schlagen wir selbst gemachte Thüringer Klöße (oder Fertigkloßmasse) und Apfelrotkraut als Beilagen vor.


Zutaten

Für das Rotkraut

  • 500 g vorgekochtes Rotkraut
  • 2 Äpfel
  • 4 Wacholderbeeren
  • 4 Nelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • Pfeffer
  • Salz

huhn_1

Für die Klöße

  • 2 kg Kartoffeln
  • Salz
  • Brötchen

So wird’s gemacht

Das Rotkraut

  1. Rotkraut in einen Topf geben und erhitzen.
  2. Äpfel schälen und stückeln.
  3. Gemeinsam mit den Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Nelken in den Top geben.
  4. 20 Minuten köcheln lassen.
  5. Mit Pfeffer und Salz Abschmecken.

Die Thüringer Klöße

  1. Kartoffeln schälen.
  2. 2/3 der Kartoffel in eine Schüssel mit etwas Wasser reiben.
  3. 2 Küchentüchern übereinanderlegen.
  4. Die geriebenen Kartoffeln draufgeben und das Wasser aus den Kartoffeln pressen.

(Unsere Omas und Mamas haben früher auch die Schleuder benutzt)

  1. Das ausgepresste Wasser stehen lassen. Dort setzt sich relativ schnell die Stärke unten ab.
  2. Die restlichen Kartoffeln in Salzwasser kochen.
  3. Das Wasser abgießen und mit einem Pürierstab pürieren. (Kartoffelbrei soll flüssig werden)
  4. Den flüssigen Kartoffelbrei auf die trockengepressten Kartoffeln geben und vermengen.
  5. Die abgesetzten Stärke von den ausgepressten Kartoffeln mit dazu nehmen und vermischen.
  6. Das Brötchen in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit Butter goldbraun anrösten.
  7. Mit bemehlten Händen die Klöße formen und dabei die gerösteten Brötchenwürfel in die Mitte geben.
  8. Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen lassen.
  9. Herd ausstellen und die Klöße vorsichtig hineingeben.
  10. 20 Minuten ziehen lassen. (Die Klöße schwimmen oben, wenn sie fertig sind)
  11. Mit einem Schaumlöffel kurz abtropfen lassen und herausnehmen. 

So viel zur Anleitung – wir müssen leider ehrlich gestehen, dass in unserer Kreativküche dabei einiges schief gelaufen ist: Unsere Klöße waren am Ende leicht grünlich und haben ziemlich nach Stärke geschmeckt. Nachdem wir in Feinstarbeit mit hochgekrempelten Ärmeln Kartoffeln gerieben, gekocht, püriert und getrocknet hatten und sich unser Hunger und unsere Festtagsschmauserwartungen parallel dazu immens gesteigert haben, waren wir also ziemlich ernüchtert (die leckere Gans und das Rotkraut haben uns aber super getröstet!). Das soll euch aber um der Klöße Willen auf gar keinen Fall abschrecken! Wir haben am Abend bei einem Glas selbstgemachten Glühwein noch einmal rekapituliert, was denn nur schief gegangen ist und wir sind uns auf die Schliche gekommen! Hier also unsere Tipps für den absolut gelungenen Kloß:

Nummer 1: Dass man die Kartoffeln mit und in kaltes Wasser reiben soll, hat seinen Grund! Wir haben es nicht gemacht, weil wir ja dachten, das Wasser muss am Ende eh ausgepresst werden. Schwerer Fehler! Das kalte Wasser verhindert nämlich, dass sich die Kartoffeln verfärben!

Nummer 2: Nicht zu viel der Stärke in die Kloßmasse rühren, das verdirbt den Geschmack!

Nummer 3: Nicht zaghaft sein, wenn die Masse klebt und sehr weich ist! Wir waren bei der Zugabe des Kartoffelbreis leider etwas vorsichtig. Hätten wir mehr davon untergerührt, hätte das für den typisch leckeren Kloßgeschmack gesorgt. 

DSC_0105

Nichtsdestotrotz haben wir geschlemmt und waren mit uns sehr zufrieden. Wir wünschen euch und euren Lieben frohe Weihnachten und gemütliche, besinnliche und entspannte Feiertage! Eure Nadja und Teresa.

[Gesamt:5    Durchschnitt: 5/5]

Facebook
Facebook
Pinterest
Pinterest
Instagram
RSS

Schreibe einen Kommentar