Thailand (Teil 1) – Hauptstadtchaos

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Seit dem ich 2012 in Indonesien war, reizte mich Asien. Immer wieder las ich über die typischen Backpackertrips in Südostasien. Ende November 2013 stand dann fest, dass will ich auch machen. Kurzentschlossen buchten mein Freund und ich einen Flug für Ende Januar.

Tasche einpacken, auspacken und wieder einpacken

Wie immer habe ich bis zur letzten Minute abgewartet, so dass ich mir mein neuen Backpack in Großbritannien bestellen musste. Doch weil nicht nur der Backpack dort günstiger war, sondern auch der Flug, startete ich auch meine Reise von London aus. Internationalen Studentenausweis noch fix verlängert, und die Sachen in meine provisorische Tasche gepackt, dann ging es los. Also zumindest schon mal nach London. Am Flughafen checkte ich mein Gepäck für das nächste halbe Jahr ein – 11,5 kg. Mitkommen durfte sachentechnisch nur, was leicht war und nicht viel Platz einnahm. Nach einem zweitätigen Zwischenstopp in London, wo ich noch Zeit zum Testpacken, Aussortieren und Hostel buchen hatte, ging es schließlich los.

Bangkok –Impfung, Mosquitos und Proteste

Von Heathrow ging es über Zürich nach Thailand. Um halb acht am nächsten Morgen erreichten wir Bangkok. Mit einem Taxi,  welches uns zugewiesen wurde, ging es dann zu unserem Hostel.

Achtung: Immer auf Taximeter bestehen, auch wenn der Taxifahrer meint es sei kaputt. Das GPS am Handy erwies sie ebenso oft als hilfreich, um dem Taxifahrer den Weg zu zeigen. Denn den scheinen sie manchmal zu „vergessen“. Unser Hostel lag etwas versteckt in einer Wohnsiedlung. Das Personal war sehr freundlich und wir konnten sogar gleich einchecken. Nachdem wir ein paar Stunden geschlafen hatten, wollten wir uns das berühmte Thai Boxing im MBK (ein großes Shopping Center) ansehen. Weil das inmitten der Protestzone lag, fiel es jedoch aus. Im MBK gibt es neben den zahlreichen Shops auch Märkte, Food Courts und andere Amüsierbereiche (Kino, Spielekonsolen usw.). Weil wir hungrig und neugierig waren, kosteten wir gleich verschiedene Gerichte und waren bis auf einen Ingwersalat (bestand nur aus geraspelten Ingwer), sehr positiv überrascht.

Weil die Stimmung, trotz der Proteste gut war, trauten wir uns auch auf die Straße, und probierten auch dort an ein paar der zahlreichen Stände Verschiedenes.Weil es immer mal zwischen den Zähnen knirschte, gehen wir davon aus, das wahrscheinlich das ganze Hühnchen zerschrettert wird. Knochen entfernen wird ja auch echt überbewertet. 😀

Nachtmärkte gibt es in Bangkok auch zahlreich, wo man von Reis, Fisch und sonderbaren Tierchen alles Mal probieren kann. Am nächsten Morgen wachte ich auf, und war von Mückenstichen nur so übersäht. Trotz Großstadt und Smog, überleben anscheinend auch hier die kleinen Biester. Neben einem Mosquitonetz mussten wir an diesem Tag auch noch unsere letzte Tollwutspritze bekommen, weil wir das zeitlich zuhause etwas verplant hatten. Das Krankenhaus suchte ich aus dem Internet raus und nach einer zweistündigen Suche bei 30 Grad, fanden wir es schließlich auch. Nachdem wir nochmal checkten, dass die Impfstoffe kompatibel waren, stimmten wir zu. Für uns beide kostete das ungefähr 24 € und war innerhalb 2 Minuten erledigt. Frisch geimpft konnten wir uns nun wieder auf Entdeckungsreise durch die Millionenmetropole machen. Dabei war für uns noch alles neu, spannend und ungewohnt. Besonders die vielen herumstreunenden Hunde waren anfangs beängstigend. Aber auch viele wilde Katzen begegneten uns. Alle ziemlich unterernährt. 

 

Grand Palace, Wat Pho und Co.

Anschließend fuhren wir mit einem Tuktuk (gehandelt von 250 auf 100 baht) zum Wat Pho. Dort liegt ein riesiger Buddha seitlich auf einem Podest (Eintritt 100 baht). Es war schwer den Koloss im ganzen auf das Bild zu bekommen. Auf den Fußsohlen des Buddha wurde Perlmutt eingearbeit.

Ein beeindruckende Ansicht, aber auch der Tempel an sich, ist sehenswert.

Ende Januar feiern die Chinesen weltweit ihr Neuhjar mit einem großen Fest, so auch in Bangkok. Mit einem lokalen Bus (12 Baht), die wie die Taxis alle pink sind, fuhren wir nach Chinatown. Der Bus erinnert uns von innen eher an ein Spiegelkabinett, passend dazu tönte schrille laute Musik aus den Boxen im Boxen. Der Verkehr war hektisch, laut und die Straßen vollgestopft mit Autos – und wir mittendrin. In Chinatown angekommen, beobachteten wir das pektakel eine Weile, jedoch war es nicht so imposant wie in Sydney.

 

Am nächsten Tag besuchten wir den Grand Palace am Ufer des Chao Phraya, mit seinen über 100 Gebäuden in den verschiedensten architektonischen Stilen.

Dort wartete eine Menschenmengen auf die Prinzessin (die, wie uns später ein alter Mann erzählte, in Paris wohnt und nur sehr selten zu Besuch ist). Der beeindruckende Grand Palace steht auf einem riesigen Gelände und strahlt voller Prunk und Gold. Jede Fassade ist mit Mosaiksteinchen in verschiedenen Mustern verziert. Auf jeden Fall ein Muss für jeden Bangkokbesucher. In der Nähe des Grand Palace gelangt man der Fähre (3 baht) zum Wat Arun (50 baht/Person), der auch als temple of dawn, wegen seiner tollen (Auch auf Bangkok) Sonnenuntergänge, bekannt ist. Lange Kleidung ist hier wie bei allen Tempeln Pflicht (Ausleihe 120 baht, davon 100 baht Pfand). Wer hoch möchte, sollte fit sein. Denn die Stufen sind steil.

 

Mit einer anderen Fähre (15 baht) kommt man von hier auch zum Central Pier, von wo eine kostenlose Fähre zur Asiatique verkehrt. Das ist ein ehemaliger Fischerhafen, der zu einer Art Erlebnisshoppingdorf umgebaut wurde. Sehr neu und schick, sodass man gar nicht mehr das Gefühl hat in Bangkok zu sein. Die Preise waren jedoch dementsprechend angepasst. Ein Erlebnis das man mal gemacht haben kann, aber nicht muss. Auch auf die Giant Swing zu besuchen, kann man verzichten. Die ist zwar riesig, aber ohne Schaukel.

Weil sich Ende Januar 2014 starke Proteste mit eventuellen Ausschreitungen ankündigten, wollten viele Touristen und Backpacker die Millionenmetropole noch schnell verlassen. Wir konnten am Bahnhof gerade noch die letzten zwei Plätze für den Nachtzug nach Surat Thani ergattern. Die Fähre nach Koh Samui hatten wir dann lieber auch gleich mit gebucht (zusammen 1100 Baht, rund 25€/Person).

Die Nachtzugfahrt von Bangkok nach Surat Thani

Nachdem wir im Zugabteil die Plätze mit einem netten Deutschen getauscht hatten, ging unsere erste Nachtzugfahrt los. Speisen und Getränke sind im Zug doppelt so teuer, deshalb kauften wir unser Bier in einem Laden am Bahnhof.

Die Betten waren klein, besonders das Obere, also nichts für große Europäer. Auch einen dicken Pulli sollte man dabei haben, da die Klimaanlage auf Hochtouren fährt. Früh um 7 Uhr wurden wir von einer Dame aus dem Zugabteil geweckt. Wir erreichten Surat Thani. Von dort aus ging es mit der Fähre weiter nach Koh Samui.

Welche Inselparadiese wir entdeckten und was sich als wahrer Inselflop herausstellte, dass lest Ihr in meinem nächsten Reisebericht.

Für Bangkok gibt es aber noch meine Top 3 Must visit Tempels:

  1. Grand Palace
  2. Wat Arun
  3. Wat Pho

Eure Nadja.

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