Thailand (Teil 2) – Inselparadiese im Südosten

3 (3)

Nachdem wir die ersten Tage unseres Thailandtrips in Bangkok verbrachten, uns langsam an das schwülwarme Wetter und die neue Kultur gewöhnten, wollten wir weiter Richtung Süden und die Inseln von Thailand erkunden.

Koh Samui – unser erster Inselstopp

Nach einer zweistündigen Busfahrt zum Hafen und einer einstündigen Fährfahrt erreichten wir schließlich Koh Samui. Mit einem Minivan (150 baht/Person; Taxi 700baht/Person) gelangten wir zu unserem Hostel (Samui), das auf der anderen Seite Insel lag. Am rund 6 km langen Strand von Chaweng, der nur wenige Gehminuten entfernt war, reihen sich Bars und Restaurants aneinander. Im Vergleich touristische Preise, aber ein sehr romantisches Ambiente.

Der Chaweng Nachtmarkt bietet neben zahlreichen Fressbuden auch viele preiswerte Klamotten, Accessoires und Souvenirs. Ein paar Straßen weiter ist die Amüsiermeile von Chaweng, wo alle Nachtschwärmer auf ihre Kosten kommen. Dort warten bereits die leichtbekleideten jungen Frauen und Ladyboys auf Kundschaft. Viele Pubs haben Billardtische und Brettspiele. Aber Vorsicht, wenn die Bardamen unbedingt gegen Euch spielen wollen, sie gewinnen immer, dann wollen sie, dass Du Ihr die Getränke bezahlst. In der „Rasta Bar“ gibt es auch Billardtische ohne seltsame Bardamen und häufig auch Live-Bands. Wir lernten dort ein Hamburger Pärchen kennen, die sich in dem angeschlossenen Tatoostudio kurzerhand mal ein Tatoo stechen ließen.

Mit einem Roller (150 baht/Tag) lässt sich Koh Samui sehr gut erkunden, weil die Insel nicht so hügelig ist und eine Straße, einmal um die Insel führt. Am besten zunächst Tankstelle aufsuchen, weil die Tanks meist leer sind. An jeder Ecke bieten aber auch Privatleute Benzin etwas teurer in Flaschen abgefüllt an. Die Wasserfälle auf der Insel ließen wir aus, weil uns gesagt wurde, dass sie in der Trockenzeit nicht beeindruckend sind und es Eintritt kostet.Stattdessen sahen wir einen Affen, der geführt von einem Menschen, Kokosnüsse von Palmen pflückte, und das nur mit seinen scharfen Zähnen und bloßen Händen.

Unser Weg führte uns weiter um die Insel bis zu einem Aussichtspunkt (20 baht/Person). Der Ausblick war überwältigend und einen sprechenden Vogel der ungefähr fünf Sprachen konnte, gab es kostenlos noch dazu.

Im Südwesten der Insel entdeckten wir Resort, das an einem einsamen Strand in einer wunderschönen Bucht lag. Dort verbrachten wir den Nachmittag.

Den Nordosten der Insel erkundeten wir am nächsten Tag. Neben einzelnen Resorts wohnen dort viele Einheimische. Unseren Tag starteten wir dort gleichmal mit einer Frühstücksrast an einem Stand. Es gab Hähnchenbrustschenkel (15 baht) – lecker und super günstig. 

In Bo Phut buchten wir nach zahlreichen Preisvergleichen unsere Fähre nach Koh Tao (600 baht/Person). Wie fast überall, gab es auch dort einen Markt, wo mit Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst gehandelt wurde.

 

Koh Tao – Vom Inselstopp zum Inselhopp

Mit einer Fähre ging es vom nördlichen Hafen von Koh Samui nach Koh Tao (Dauer: 3 Stunden). Dort angekommen, liefen wir in brütender Hitze 20 Minuten mit unserem Gepäck, bergauf und -ab zu unserem Gasthaus. Gerade rechtzeitig erreichten wir den Strand und erlebten einen atemberaubenden Sonnenuntergang.

Die Farben wechselten von gelb, zu orangerot und lila. Weil das Spektakel rund 2 Stunden anhielt, beschlossen wir neben einem kühlen Getränk auch gleich in einem der gemütlichen Strandbars zu essen. Gesessen haben wir auf Kissen mit einer pyramidenartigen Rückenlehne. Das Essen war fantastisch (Frühlingsrolle, traditionelles Pad Thai, gegrilltes Gemüse) und nur minimal teurer als sonst. Nachdem es dunkel war, veranstalteten drei junge Männer ein Feuerfest direkt am Strand.

Am nächsten Tag liehen wir uns wieder einen Scooter (150 baht/Tag) aus. Jedoch waren die Leute hier nicht so freundlich. Der Scooterverleiher, der nicht nur meine Passhülle verlor, half uns auch nicht, als wir einen Platten hatten.

3 (8 (3)

An einer Tankstelle (10 baht) ließen wir deshalb den Reifen zunächst wieder aufpumpen.Als der nach wenigen Metern wieder platt war, hatten wir Glück, dass nach ca. 100 Metern eine “Werkstatt” (also eine winzige Hütte) kam, die uns den Reifen für 150 baht austauschte. Der alte Reifen war schon zweimal geflickt, und ich glaube der Besitzer glücklich, dass er Zwei gefunden hat, die für ihn den kaputten Reifen ersetzten.

Auch auf Koh Tao gibt es zahlreiche Resorts, direkt an einsamen Stränden und Buchten. In einem liehen wir uns Schnorchel (50 baht/2 h) und entdeckten farbenfrohe Unterwasserwelt, mit ihren kleinen und großen Fischen.

In der „Sharks Bay“ begegneten wir einem großen, aber ungefährlichen Hai (blacktip Reef shark) beim Schnorcheln. Leider hat uns jemand unsere „teure“ Einwegkamera irgendwann geklaut. Jedes Jahr kommen hier unzählige Backpacker her, um entweder wie wir, sagenhafte Unterwasserwelt mit dem Schnorchel zu erkunden oder mit einer Tauchausrüstung. Eigentlich wollten wir dann Richtung Norden zu einer anderen Schnorchelbucht, aber Koh Tao war viel hügeliger als Koh Samui. Auf dem Weg dorthin hatten wir die Schilder mit 30 Prozent Steigung überlesen, auch wenn wir schon an den 20 Prozent, da unser Roller nicht genügend Power hatte, scheiterte. Ich konnte gerade noch abspringen, als mein Freund die Kontrolle verlor. Er hatte jedoch auch Glück gehabt, und fuhr nur halb in einen Graben.

Außer einer Schnittwunde am Fuß, welche ich Vorort gleich verarztete, sind wir mit einem Schrecken davon gekommen. Wir entschlossen daraufhin eine flachere Route zurück zum Hauptstrand zu wählen. Eigentlich wollten wir den wegen seines Andrangs meiden, aber das war uns in diesem Moment egal. Eine frische Wassermelone und ein bisschen schnorcheln machte uns an dem Tag glücklich. Am Abend fuhren wir mit einer Nachtfähre weiter Richtung Krabi. Nagut Fähre ist vielleicht etwas übertrieben.

Es war eher ein Boot, das aussah, als würden wir Angeln fahren. Wie die Sardinen lagen wir nebeneinander unter Deck. Es stank nach Benzin und war laut wie ein Düsenflieger. Jedoch waren wir beide so Knülle, das wir schnell einschliefen.

Ein Tag wie im schlechten Film – SCAM

Früh um 5 Uhr erreichte das Boot Surat Thani. Dort folgten wir mit ungefähr 20 anderen Touristen einer Person zu einer Seitenstraße nur unweit vom Hafen entfernt. Dort sollten wir warten. Dann kam ein Pick Up, der Stück für Stück die Leute abholte, nachdem sie in dem Touristenbüro waren. Nach einer Stunde waren wir endlich an der Reihe. Wir sollten nun ein Tuktuk in Krabi (150 baht/Person) buchen, da der Bus angeblich ziemlich weit außerhalb dort hält. Ich zweifelte, aber war zu müde, um mit meinem Freund das auszudiskutieren. Also bezahlten wir die 300 baht. Als ich dann nach einer Quittung oder einem Ticket als Beweis vor Ort fragte, schob man uns aus dem Laden, sagte uns es ist alles ok und wir jetzt losmüssten. Auf der Kante der Ladefläche eines Pick-Ups durchquerten wir die Stadt, überreichte uns nach einem kurzen Zwischenstopp Bustickets und fuhren schließlich wieder zurück, wo man uns raus ließ. Dort wartete bereits ein lokaler Linienbus (der wahrscheinlich 20 baht kostete). Nach 2 Stunden fuhren wir endlich los.

Wie die Fahrt endete und ob wir noch ein Schlafplatz gefunden haben, dass erfahrt Ihr in Teil 3 unserer Thailandreise.

Facebook
Facebook
Pinterest
Pinterest
Instagram
RSS

Schreibe einen Kommentar