Thailand (Teil 3) – Inselparadiese im Südwesten

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Nachdem wir die Inseln im Südosten Thailands erkundeten, ging das Abenteuer Richtung Südwesten weiter. Eine schlaflose Nacht auf einem alten Kutter und mit thailändischen Betrügern heikle Diskussionen. Am Ende gab es doch noch einen Bus der uns nach Krabi brachte.

Nach 4 Stunden Busfahrt und zahlreichen Stopps, wo alle Thailänder ausstiegen, erreichten wir Krabi Stadt. Uns ließ man jedoch auf einer Art Feld raus, wo weit und breit nichts war. Ach doch ein Tourenveranstalter, dem wir nochmal 50 baht zahlen mussten, da die natürlich nichts von den bereits bezahlten 300 baht wussten. Am Hostel angekommen, wollten wir einchecken, jedoch hatte das Hostel unsere Reservierungsnummer nicht. Bis sich herausstellte, dass wir das Hostel für eine Woche später gebucht hatten. Da das Hostel ausgebucht war, liefen wir also bei 32 Grad im Schatten vollgepackt durch Krabi Town. Das Erstbeste sollte es dann werden, denn wir waren total erschöpft.

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Das Zimmer erinnerte an eine Gefängniszelle, man konnte nachts den Nachbarn schnarchen hören, weil die Wände nur eingezogen waren, und man theoretisch über die Wand oben ins Zimmer klettern konnte. Klopapier gab es nicht im Bad, und wir mussten es uns mit allen Hausbewohnern teilen. Heute weiß ich auch nicht mehr, warum wir 4 Nächte blieben. Damals war es mir völlig egal.

Krabi Town – unsere Basis fürs Inselhopping

Krabi Town war eher eine ruhige Stadt, zumindest im Vergleich zu den Inseln und Bangkok. Ein perfekter Ort, um die Einheimischen bei ihrer scheinbaren Lieblingsbeschäftigung zu beobachten – Nachtmärkte und Karaoke. Am Fluss gibt es einmal einen kleinen Nachtmarkt, wo die Einheimischen mit ihren Essenswagen kommen und sich platzieren.

Wir probierten viele thailändische Spezialitäten (alle ziemlich scharf).

Jeden Samstag findet darüber hinaus in Krabi Town immer ein großer Nachtmarkt statt. Dort gibt es leckeres Essen, Souvenirs und Second Hand Kleidung. Im Hintergrund schallt dabei von allen Seiten schrille Musik. Das ganze erinnerte mich an ein Stadtfest, nur dass jeder der wollte, auf die aufgestellte große Bühne gehen und seine Karaoke-Talent zum Besten geben konnte.

8 Uhr früh wurden wir am Hostel von einem großen ca. 30 Mann TukTuk abgeholt, wo wir zur 4 Island Tour (400 baht) nach Ao Nang gebracht wurden.

Mit einem Long Tale Boat, wo ca. 60 Leute Platz hatten, fuhren wir zur ersten Insel – Tup Island. Auf jeder Insel hatten wir eine Stunde Aufenthalt, die uns frei zum Schnorcheln oder Sonnenbaden zur Verfügung stand. Die zweite Insel, die man auch zu Fuß durchs Wasser erreichen konnte machte ihren Namen alle Ehren – Chicken Island – denn sie hat die Form eines Huhns.

Doch das Boot hielt im Tieferen Wasser, wo wir vom Boot aus schnorcheln konnten. Kurz nachdem ich vom Boot ins Wasser gesprungen war, begrüßten mich gefühlte eine Million etwa 10 cm große Fische. Die asiatischen Touristen an Bord, die nicht schwimmen konnten, machten sich ein Spaß daraus und schmissen Chips ins Wasser, dass noch mehr Fische anzog. Auf Poda Island hatten wir dann Lunch – Reis mit paniertem Hühnchen und Gemüse.

Der letzte Stop war Phranang Cave, welches wahrscheinlich das Ende aller Touren war, so voll wie die Insel war. An der Höhle angekommen, erwarteten uns zwei Schreine voll mit Penissen, groß, klein, dick, dünn, gold, schwarz und rot. Ein toller Tag mit Sonnenbrand endete danach.

Die nächste Tour war die Hong Island Tour (700 baht/Person). Unser erster Stopp war direkt Hong Island, wo sich riesige Felsen direkt hinter dem Strand auftürmten. Am Strand entdeckten wir einen Dschungelweg, den wir dann durch liefen. Dieser dauerte ungefähr 20 Minuten und wir sahen und hörten wunderschöne farbenfrohe Vogel. Etwas mulmig fühlten wir uns, als wir die Tsunami Nothinweisschilder entdeckten und die zerborsten Boote inmitten des Dschungels. Ein Schild erklärte, dass die Boote der Natur überlassen werden, und deshalb nie weggebracht wurden. Ekelhaft waren dagegen die riesigen Spinnen, die mich etwas an Australien erinnerten. Fast am Ende angekommen, erschreckte dann noch uns eine riesige Eidechse, die etwas aussah wie ein Waran.

Nachdem sie erst in unsere Richtung lief und wir wie angewurzelt auf der Stelle stehen blieben, entschied sie sich doch zurück in den Dschungel zugehen. Natürlich mit Ruhe und gemächlich. Danach fuhren wir kurz zur Hongs Lagune, da jedoch Ebbe war, konnten wir nicht weiter reinfahren. Unser nächster Stopp hieß Lading Island, die auch als Paradiesinsel bekannt ist, weil das Betreten der Insel bis vor einigen Jahren verboten für Touristen war. Dort hatten wir unser Mittagessen.

Wieder einmal gab es Hähnchen, mit noch mehr Hähnchen, Kohl und Reis. Aber sehr lecker. Zum Nachtisch erfrischende Wassermelone und so fühlte ich mich danach auch, erfrischt aber voll. Anschließend hatten wir noch Zeit zu schnorcheln, wo wir einen riesigen Kugelfisch sahen. Zum Abschluss fuhren wir noch zu einer weiteren Insel, deren Name mir leider entfallen ist. Aufgrund der Ebbe hielten wir nur 30 Minuten und weder Strand noch Wasser waren vergleichsweise schön.

Nach zwei Tagestouren wollten wir den nächsten Tag etwas entspannter angehen. Am Nachmittag machten wir eine einstündige Longtaleboottour (150 baht/Person) auf dem Fluss Krabi.

Dort kamen wir an wunderschönen Mangrovenwäldern vorbei, sahen spielende Affen am Flussbett, viele verschiedenfarbige Vögel und eine Fischfarm mit riesigen Wasserschildkröten und Fischen. Dann buchten wir unseren Trip nach Koh Lanta (270 baht/Person). Abends aßen wir dann in einem Restaurant, aber europäisches Essen in Asien schmeckt einfach nicht.

Die Seele baumeln lassen auf Koh Lanta

2 Stunden dauerte die Fahrt, dann setzten wir mit der ersten Fähre über auf die nördliche Insel Koh Lanta Noi. Nach weiteren 10 Minuten überquerten wir mit einer zweiten Autofähre eine weitere Mündung und erreichten Koh Lanta. Der Fahrer, der uns schon anfangs skeptisch wegen des Preises anschaute, schmiss uns dann einfach an einer Kreuzung raus und meinte, den Rest können wir laufen. Vollgepackt bei 32 Grad marschierten 15 Minuten bis zu unserem Hotel Ban Korakod. Ein direkt am Wasser gebautes Holzhaus auf Stelzen, wie die meisten Häuser dort. Vor dem Gasthaus gab es eine kleine Shisha Sitzecke. Das Zimmer war schlicht und hatte viele Mücken, aber das erste Mal auch ein Mosquito-Netz. Weil es schon spät war, erkundeten wir die Gegend zu Fuß. Der Oststrand ist endlos lang und einsam. Dafür begegneten wir vielen kleinen Krabben, die bei jedem Schritt den wir uns näherten sich in ihre Löcher verkrochen. Den Sonnenuntergang konnten wir vom Nordosten der Insel leider nicht sehen. Abends ist immer ein großer Nachtmarkt mit Touristen- und Essensständen auf der Hauptstraße. Neben Suppen, probierten wir hier die Frühlingsrollen und Hähnchenspieße (je 15 baht) Pad Thai (40baht), paniertes Hähnchen (30 baht) – alles sehr lecker. Zum Nachtisch gönnte ich mir wie fast jeden Tag ein Eis von 7/11 (15 baht) und ein Chang Bier. Mit einem Roller erkundeten wir die nächsten Tage Koh Lanta (200 baht/Tag).

Zunächst entdeckten wir einen schönen Strand, als wir Richtung Süden fuhren, der uns an einen Park erinnerte und voll mit Einheimischen war. Weiter im Süden der Insel ist ein großer National Park (200 baht/Person). Bis auf eine eigenständige Dschungeltour und einen Leuchtturm auf einer Halbinsel, ist dort jedoch nicht so viel zusehen.

DSC_0592 (42)DSC_0592 (42)An der Westküste von Koh Lanta liegt „old lanta town“, das an einen Western erinnert. Dunkle Holzhütten mit Läden unten und Wohnungen oben. Von dort aus gelangt man auch zum südlichsten Zipfel auf der Seite. Am Klong Khong Strand, gibt es die „monkey bar“. Eine kleine Reggae Bar mit einem Billardtisch und Hängematten direkt am Strand. Eine Party die dort stattfand war aber eher langweilig. Eher mäßige Live Musik und die auf einem Flyer groß angekündigte Feuershow mit BBQ und Tischtennisturnier fanden nicht statt. Stattdessen übte ich mich im Billard spielen.

Die nördliche Insel von Koh Lanta Noi, war damals mit der Fähre (3 baht/Person; Roller 7 baht) innerhalb 10 Minuten zu erreichen. Mittlerweile gibt es eine Brückenverbindung, die 2014 noch gebaut wurde. Auf Koh Lanta Noi gibt es zahlreiche endloslange und einsame Strände. Eine Gruppe muslimischer Frauen, waren die einzige denen wir begegneten. Diese schossen aufgeregt Fotos von uns, weil sie wahrscheinlich noch nie blaue Augen und blonde Haare gesehen haben?

Ansonsten findet man dort schöne Muscheln und auch kleine flinke Krabben am Strand. Das Wasser ist bei Ebbe sehr flach und warm. Auf der Insel reihen sich zahlreiche Palmen und Kautschukplantagen aneinander. Wir entdeckten einen kleinen Holzsteg der zu einem Baumhaus führte. Umso weiter die Fahrt Richtung Süden der Insel geht, umso mehr öfter führen die Strecken direkt am Wasser entlang, wo die Inseln aus dem Wasser türmten. Das schönste der Insel waren jedoch die herzlichen Menschen, die uns alle grüßten und winkten. Mit einer frischen 3kg Wassermelone (60 baht) und eine Art Blätterteiggebäck mit eine trockenen süßen Füllung (13 baht) picknickten wir am südlichsten Punkt der Insel, der auf einem langen Betonsteg endete.

Koh Phi Phi und Halong Bay – Abzocke und Touristenüberfluss

Mit einer Fähre starteten wir unsere Koh Phi Phi Tour (1000 baht/Person). Zunächst mussten wir in Koh Phi Phi auf ein anderes Touristenboot umsteigen. Unser erster Stopp war die Wikinger Höhle – eigentlich nur ein großes Loch im Felsen, wo verschiedene Stricke gespannt waren. Alle haben ein Foto geschossen und dann ging es weiter zum Maya Beach, der Strand wo „The Beach“ gedreht wurde. Unser Boot hielt auf der Rückseite in einer Bucht.

Von dort aus mussten alle aus dem Boot und zur anderen Seite schwimmen (Schwimmwesten waren Pflicht). Für Nicht- und Wenigschwimmer nicht geeignet, denn der Wellengang ist sehr stark. Von dort aus mussten wir eine Leiter hochklettern und durch eine Art Park laufen, der bereits von Touristen überfüllt war. Am berühmten Strand des Paradieses angelangt, waren wir nur entsetzt. Das vermeintliche Paradies wurde vom Massentourismus ausgeschlachtet. In der Bucht lagen ungefähr 50 Speedboote und im Wasser standen die Touris dicht an dicht, nicht nur am Starnd, sondern auch im Wasser. Ein Foto ohne den ganzen Touristenschwarm, war schier unmöglich.

Die dreiviertel Stunde die wir hatten, reichte uns vollkommen. Anschließend ging es wieder nach Koh Phi Phi, wo unsere Tour auch schon endete. Mittagessen gab es auf der Insel, doch sollten wir plötzlich 20 baht zahlen. Nicht viel, aber aus Prinzip sträubten sich alle auf unserem Boot. Als die Sache zu eskalieren drohte, einigte sich der Tourguide mit uns und meinte er zahlt für uns? Ob das tatsächlich passierte, war uns am Ende auch egal. Das Essen war ok. Neben Reis, Hähnchen, Kohl und Wassermelone gab es diesmal auch tintenfischartige Ringe, Fischsuppe und Spaghetti. Die eigentlich traumhafte Insel war für uns eher ein Alptraum. Überall Touristen und eine Partymeile neben der anderen. Zumindest findet man auf der Insel zahlreiche Schnäppchen. Wir haben uns ein paar Flipflops (200 baht) und Fußkettchen (100 baht) gekauft. Dann fuhren wir zurück nach Koh Lanta.

Phuket oder doch Russland?

Am nächsten Morgen Tag fuhren wir mit dem Boot zunächst nach Koh Phi Phi, wo wir auf ein anderes Boot wechseln und anschließend mitten auf See nochmal umsteigen mussten. Das letzte Boot war bereits so überfüllt, dass wir die zweieinhalb Stunden in praller Hitze nur an Deck auf dem Boden Platz fanden. In Phuket angekommen, nahmen wir uns ein Taxi (100 baht/Person) in die gleichnamige Hauptstadt. Unser Hostel lag an einer Hauptverkehrsstraße. Da das Zimmer kein Fenster hatte, hörten wir jedoch nichts.

Das 4-Bettzimmer hatten wir die erste Nacht sogar für uns alleine. Auch so waren kaum Touristen in der Stadt unterwegs. Nach dem Touristenüberfluss war das jedoch ganz angenehm. Der Nachtmarkt in Phuket Town ist eher enttäuschend. Es gibt zwar viele kleine Läden, aber das Essen sieht nicht wirklich frisch oder zu exotisch für uns aus. Amnächsten Tag erkundeten wir The old phuket town, das zu Fuß von unserem Hostel entfernt war.

Der sog. sino-portugiesische Baustil mit seinen verzierten Fassaden erinnert an die Kolonialzeit. Viele nette kleine Kaffees reihten sich aneinander mit Handwerksbetrieben wie Druckereien. Dort wird noch mit alten riesigen Druckermaschinen gedruckt. Auch die vielen Moped Reparaturwerkstätten und die traditionellen Einkaufsläden für muslimische Thais, die sich ihre Stoffe in einem laden aussuchen und im nächsten dann schneidern lassen, zeigen das authentische und traditionelle Thailand und ist definitiv sehenswert. Beunruhigt haben uns dagegen die unzähligen Kabel, die vor Spannung laut summten. Dass die Zweifel nicht unbegründet waren, erlebten wir, als es plötzlich einen Kabelbrand gab. Die Leute ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen löschten einige das Feuer kurzerhand selbst mit einem Feuerlöscher, sodass die Straße und alles was sich in näherer Umgebung befand, mit weißem Pulver bedeckt waren.

Um den Rest der Insel erkunden zu können, haben wir uns am nächsten Tag einen Roller geliehen (200 baht/Tag). Die Insel an sich ist wunderschön. Leider touristisch ausgebeutet. Von den tollen Aussichtsplattformen konnte man die bebauten Strandmeilen sehen. Immer wieder passierten wir Touristenattraktionsschilder wie Elefantenreiten, Schießplatz und Quadtouren. In einem Ort sprachen uns die Thailänder auf Russisch an und auch die Schilder waren alle russisch beschriftet.

Eine Attraktion wollten wir dann doch nicht auslassen – den Big Buddha, dass Wahrzeichen von Phuket. Weil der Buddha auf dem Nakkerd Hill thront, sieht man ihn auch schon von weiten. Darüber hinaus ist er, mit einer Höhe von 45 m, der weltweit größte, weiße Marmorbuddha. Erbaut wurde der Buddha anlässlich des 80. Geburtstags des Königs von Thailand, Bhumibol Adulyadej. Im Inneren erhält man gegen eine kleine Spende, den persönlichen Segen eines Mönchs und einen kleinen Talisman ums Handgelenk gebunden. Weil das gesamte Bauprojekt ausschließlich mit Hilfe von Spenden umgesetzt wurde, ist es immer noch nicht komplett fertig. Jedoch kann jeder mit einer kleinen Spende dazu beitragen. Entweder kann man dafür direkt Geld an die kleinen herumstehenden bunten Bäume hängen, eine Marmortafel für den Sockel kaufen oder kleine Glöckchen kaufen (das haben wir gemacht), die auf dem Weg nach oben überall hängen. Weil wir für uns die wichtigsten Dinge gesehen hatten, entschieden wir am nächsten Tag weiterzureisen.

Vom Bus Terminal 1, welcher nicht weit vom Hostel war fuhren wir zu Terminal 2 mit dem lokalen tuktuk Bus. Normalerweise haben es die Thailänder nicht so mit der Pünktlichkeit, aber Ausnahmen bestätigen ja die Regel. Denn wir waren zu spät und erreichten gerade noch den Bus. Unsere Sitzplätze waren ganz vorne im Doppelstockbus. Dort hatten wir einen tollen Panoramablick. Nach einer 4 stündigen Fahrt hielten irgendwo im nirgendwo, um Abendbrot zu essen, für den nächsten Tag bekamen wir noch Frühstückspaket. Die Nacht war kurz und unbequem. Weil kein Bus am gleichen Tag nach Koh Chang fuhr, übernachteten wir nochmal in Bangkok. Unser Gasthaus lag mal wieder etwas abgelegen zwischen Wohnblocks. Aber trotz, dass wir durch dunkle Gassen und menschenleere Straßen liefen. Hatten wir nie ein ungutes Gefühl. Im Gegenteil, wenn uns doch jemand entgegen kam, wurden wir herzlich begrüßt. Bei einem älteren Herren kaufte ich noch eine Packung gebrannte Erdnüsse mit Sesamkernen (15 baht) und bei einer alten Dame zwei Brötchen mit Schinken und Ei gefüllt (zusammen 14 baht). Alles wie immer sehr schmackhaft.

Koh Chang – eine hügelige Insel

Es hieß mal wieder früh aufstehen. Mit dem Taxi (47 baht) fuhren wir zur skytrain Station. Da dort kein Geldautomat war, kratzten wir unser letztes Bargeld zusammen (107 baht) und kauften ein Zugticket (104 baht) nach Ekamai, wovon unser Bus fuhr. Nach 5 Stunden Fahrt erreichten wir Laem Ngop. Von dort aus setzten wir mit der Fähre (70 baht) eine Stunde nach Koh Chang über. Auf der Insel angekommen, warteten bereits zahlreiche Tuktuks und Taxis auf uns Backpacker. Zwischen 50 bis 200 baht muss man für den Transport nochmal einplanen, dabei kommt es darauf an wo man hin möchte. Wir fuhren spontan zum Loneley Beach (100baht), das klang irgendwie romantisch. Wie sich jedoch schnell herausstellte, war der ganz und gar nicht einsam und einen Strand gab es auch nicht – nur Felsen. Nach einer kurzen Suche, entschlossen wir uns für das Hostel klkl – eine Art Bungalow Resorts, umgeben von hohen Palmen und einem Pool.

Tagsüber ist es, bis auf das Vogelzwitschern und andere Tiergeräusche, wie das Hahnkrähen aller zwei Minuten, sehr ruhig. Auf der Insel haben wir darüber hinaus eine Vielzahl an wunderschönen, riesigen Schmetterlingen gesehen und viele Affen, die gerne mal was von den Touristen stibitzen. Nicht nur die Atmosphäre an sich ist sehr entspannt, auch die Einwohner. Ein perfekter Ort um tagsüber die Seele baumeln zulassen. Nachts kommen dann die Backpacker aus ihren Schlafhöhlen gekrochen und es steppt der Bär. Wer hier lieber Schlafen, als Party machen möchte, sollte sich Ohrstöpsel mitbringen. Die Partymeile ist zwar klein, aber laut. Hier haben wir auch unseren ersten bucket (1l Eimer mit Cocktail gefüllt) probiert.

Mit der Reggae Band im ting tang hatten wir nicht so Glück, die Band war super, doch entweder war Sie gerade fertig oder es fing heftig an zu regnen wenn wir kamen. Das war übrigens der Erste seit wir in Thailand waren. Ein Zeichen für den Beginn der Regenzeit. Gegenüber des „stone free pub“ gibt es sehr nette Straßenhändler, bei dem man lecker und günstig essen kann.

Am besten hat uns dort das Pad Thai (50 baht), Mossaman Curry (60 baht) bei einer älteren Dame und nebenan bei einem jüngeren Pärchen der Sticky Rice mit Mango und Kokosmilch (50 baht) und Fried Chicken (frittiertes Hähnchen) mit Sweet Sour Sauce, geschmeckt. Berühmt ist Koh Chang auch für seine Bamboo-Tatookünstler, die sich hier wie die Bars aneinander reihen oder mit an diese angeschlossen sind. Ob das so hygienisch ist, sei dahingestellt. Rollerfahren würde ich auf Koh Chang nicht. Die Insel ist sehr hügelig und es gibt viele steile Kurven. Wir haben uns lieber mit einen der zahlreichen Tuktuk Taxis fahren lassen. Wer Sonnenuntergänge liebt, kommt auch hier auf seine vollen Kosten.

Nach fünf Tagen Erholung ging es weiter nach Kambodscha. Einem Land, das so viel Schrecken und Leid erfahren hat und wir trotzdem vielen Lachenden und aufgeschlossenen Menschen begegneten. Freut Euch auf meinen nächsten Bericht aus Kambodscha. Einen Teil 3 zum Norden von Thailand folgt in naher Zukunft auch.

Meine Top 3 Inseln:

  1. Koh Lanta (Entspannung/Party)
  2. Koh Tao(Schnorcheln/Tauchen)
  3. Koh Chang (Entspannung/Party)

Die beste Tour war für uns die „4 Island Tour“ (400 baht) von Ao Nang aus.

Top 3 Lieblingsgerichte:

  1. Mossaman Curry
  2. Sticky Rice with Mango
  3. Pad Thai

Eure Nadja.

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